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Malteser Jugend in München

Schulsanitätsdienst

Wappentier des SSD: Xander

Wer Abenteuer bestehen will, möchte sich nicht einfach nur austoben, sondern die eigenen Fähigkeiten einsetzen und sich neuen Herausforderungen stellen. Auch Helfen ist ein Abenteuer: in immer neuen Situationen erlebt man sich selbst, das Team und die Perspektive des/der Patient/in und lernt, die Lagen zu meistern. Ein besonders attraktiver Weg in diesen Erlebnis- und Entwicklungsprozess ist das Projekt Schulsanitätsdienst.

Schulsanitäter/innen sind Schüler, die von den Maltesern in Erster Hilfe und im Umgang mit hilfsbedürftigen Menschen ausgebildet sind. Während der Unterrichtszeiten, in den Pausen sowie bei Schulveranstaltungen übernehmen die Schulsanis in kleinen Teams im Rahmen ihrer Kenntnisse und Fähigkeiten die Erstversorgung von erkrankten oder verunfallten Mitschüler/innen. Sie betreuen ihre/n Patient/in von Eintreffen am Unfallort bis zur Übergabe an die Sorgeberechtigten oder den öffentlichen Rettungsdienst.

Aber das ist nicht alles: Schulsanis laufen buchstäblich mit offenen Augen durch das Schulgebäude und weisen gegebenenfalls auf (mögliche) Unfallquellen hin. Sie pflegen ihr Material, kümmern sich um die Beschaffung von Nachschub und frischen ihr Können in regelmäßigen Fortbildungen auf. Außerdem haben sie die Chance, an diözesan- und bayernweiten Veranstaltungen wie Praxistagen oder Wettbewerben teilzunehmen. Auch ein Austauschprogramm speziell nur für Schulsanis ist angedacht.

Für nähere Informationen und Hilfe beim Aufbau oder im Betrieb eines Schulsanitätsdienstes stehen Ihnen unsere Koordinator/innen gern zur Verfügung. Übrigens: auch wenn Du als Schulsani selbst Fragen hast, kannst dort sehr gerne anrufen!

Die Aufgaben des Schulsanitätsdienstes im Überblick

  • Erstversorgung bei Unfällen, plötzlichen Erkrankungen o.ä. im Rahmen der Möglichkeiten bis zur Übergabe des/der Patient/in an die Sorgeberechtigten oder den öffentlichen Rettungsdienst.
  •   Sanitätsdienstliche Betreuung von Schulsportfesten und Schulveranstaltungen, im Rahmen der Möglichkeiten
  • Regelmäßige Überprüfung und Ergänzung des Erste Hilfe-Materials
  • Mitwirkung oder Mitgestaltung bei Feuerschutz-Übungen an der Schule
  • Gestaltung von Angeboten für Mitschüler/innen bei Aktionstagen, Unterrichtsprojekten o. ä.
  • Mitwirkung bei der Unfallverhütung an der Schule Ø Regelmäßige Fortbildung und Teilnahme an Wettbewerben usw.

Was ist besonders bei den Maltesern?

Die Malteser verbinden mit dem Schulsanitätsdienst hohe Ansprüche: Qualität in der Bildung junger Menschen und Verlässlichkeit in der Zusammenarbeit sind Leitbild für die Malteser Schulsanitätsdienste.

Malteser Schulsanitätsdienste setzen Standards

Malteser Schulsanitätsdienste sind altersgerecht konzipiert und zielgruppengerecht auf die Interessen und Bedürfnisse der jeweiligen Altersstufen ausgerichtet. Malteser Schulsanitäter werden vom Malteser Hilfsdienst anhand professioneller Standards ausgebildet. Nach der Ausbildung sind die Schulsanitäter gut vorbereitet auf die Einsatzsituationen in der Schule. Malteser Schulsanitätsdienste verfügen über ein auf die jeweilige Schule abgestimmtes Alarmierungssystem, einen transparenten Dienstplan mit klaren Zuständigkeiten und eine definierte räumliche und materielle Mindestausstattung. Die Schulsanitäter arbeiten im Team und haben feste Abläufe. Jeder Einsatz wird dokumentiert und nachbereitet.

Malteser Schulsanitätsdienste vermitteln soziale Kompetenz

Malteser Schulsanitätsdienste ergänzen das Bildungsangebot der Schule und können das Schulprofil bereichern, insbesondere vor dem Hintergrund von Lern- und Bildungsangeboten am Nachmittag für die Jugendlichen an ihren Schulen. Malteser Schulsanitätsdienste leisten nicht nur Erste Hilfe, sie dienen auch der Werteentwicklung und dem Aufbau sozialer Kompetenz. Malteser Schulsanitäter lernen, verantwortlich zu handeln und mutig im Team einen Dienst zu tun, bei dem es auf Zuverlässigkeit, Engagement und Teamgeist ankommt. Dies stärkt ihre Persönlichkeit, ihr Rückgrat, ihr Selbstbewusstsein. Helfen wird zur Selbstverständlichkeit.

Malteser Schulsanitätsdienste bieten zusätzliche Perspektiven

Die Malteser begleiten die Schulsanitäter kontinuierlich von der ersten Stunde an. Den Schülern in den Malteser Schulsanitätsdiensten werden umfangreiche Möglichkeiten geboten, die Malteser kennen zu lernen und bei den Maltesern mitzumachen, z.B. in der Malteser Jugend. Die Malteser halten Angebote vor, die Schulsanitätern offen stehen und Perspektiven auch für längerfristiges Engagement und sogar berufliche Entwicklung bieten.

Malteser Schulsanitätsdienste vermitteln christliche Werte

Die Malteser gründen auf einer Jahrhunderte alten Tradition und dem Leitsatz des Malteserordens: Tuitio fidei et obsequium pauperum - Bezeugung des Glaubens und Hilfe den Bedürftigen. Die Malteser finden ihren Halt im christlichen Glauben, der in einem dem Menschen zugewandten Verhalten mündet. So erfahren die Schüler, dass Helfen im Schulsanitätsdienst Ausdruck gelebter Nächstenliebe ist. Dabei gilt: Mitmachen und helfen kann jeder!

Die Verbindung zwischen Malteser Ortsgliederung und Schule wird gepflegt

Malteser Schulsanitätsdienste sind in der örtlichen Malteser Gliederung verankert; sie werden von der örtlichen Gliederung betreut und haben dort einen festen Ansprechpartner. Die Malteser stimmen sich in allen wichtigen Punkten mit der Schule ab und arbeiten eng mit ihr zusammen. Ein besonderes Highlight ist der Malteser Schulsanitätsdienstpreis. Dieser wird einmal im Jahr bundesweit an Schulsanitätsdienstgruppen und einzelne Schulsanitäter durch den Geschäftsführenden Vorstand des Malteser Hilfsdienstes vergeben. Für die Schulen der Preisträger und die Malteser vor Ort ist dies eine gute Gelegenheit, die Öffentlichkeit über Qualität und Engagement der Schulsanitäter zu informieren.

Was bringt ein Schulsanitätsdienst?

Der Schulsanitätsdienst ist nicht nur ein Sicherheitsaspekt im Rahmen der Erstversorgung in Schulen, sondern fördert die Entwicklung von Schlüsselqualifikationen wie Team- und Kommunikationsfähigkeit. Die Teilnahme an der Arbeitsgemeinschaft führt zu einer Zunahme von Handlungskompetenz in Notsituationen, stärkt die Persönlichkeits-entwicklung und bietet eine nachhaltige Wertevermittlung. Der Schulsanitätsdienst unterstützt das Lehr-Kollegium im Bereich der Prävention und Erstversorgung von Schulunfällen, und übernimmt Verantwortung bei der Beseitigung von Unfallquellen und der Pflege des Erste Hilfe-Materials.

Soziales Lernen

Der Schulsanitätsdienst übernimmt in der Schule einen Teil Verantwortung für die Sicherheit der Mitschüler und Lehrer. In Notfällen verantworten die Schulsanitäter maßgeblich das Wohlergehen ihrer Patienten und sie tragen Verantwortung für die ihnen zur Verfügung stehenden Räume, Geräte und Materialien. Schulsanitäter werden ihren Mitschülern helfen, wenn diese Hilfe brauchen. Auch ihre Freizeit werden sie mit "offeneren Augen" für die Bedürfnisse ihrer Mitmenschen verbringen.Im Schulsanitätsdienst ist Integration eines der obersten Ziele. Helfen lernen kann und darf jeder. Und es wird jedem geholfen, der Hilfe benötigt - unabhängig von Alter, Geschlecht, Nationalität, Religion oder Weltanschauung. Durch ihr Auftreten in der (Schul-)Öffentlichkeit übernehmen Schulsanitäter eine Vorbildrolle,die zu bewusstem Handeln animiert."Hände, die helfen, schlagen nicht": Bei der Versorgung von Mitschülern mit Verletzungen aus Gewalttätigkeiten erleben Schulsanitäter bewusst die Folgen mit Gewalt ausgetragener Konflikte und setzen sich damit auseinander.

Förderung von Handlungskompetenz

Bei Schulunfällen können Schulsanitäter aufgrund ihrer intensiven Aus- und Fortbildung kompetent helfen. Das Gefühl der Hilflosigkeit weicht. Der Schulsanitätsdienst ermöglicht den Schülern, soziales Handeln innerhalb und außerhalb der Schule einzuüben. Starke Persönlichkeiten brauchen zur Konfliktregelung keine Gewalt.

Persönlichkeitsentwicklung

Durch die Mitarbeit im Schulsanitätsdienst werden Selbstwertgefühl, Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen gefördert. Hemmschwellen und Berührungsängste werden abgebaut. Die Schüler gewinnen Eindrücke über verschiedene Lebenssituationen anderer Menschen.Sie müssen sich mit Hilflosigkeit, Angst, Scham etc. auseinandersetzen. Die Teilnahme am Schulsanitätsdienst ist freiwillig. Vor dem Engagement der Schüler steht also eine bewusste Entscheidung - auch eine bewusste Entscheidung, für die Schulgemeinschaft Verantwortung zu übernehmen. Der Malteser Schulsanitätsdienst bietet dadurch einen ersten Berührungspunkt zu ehrenamtlichem und sozialem Engagement.

Welchen Aufwand hat die Schule?

Gründung und laufender Betrieb

Als fester Ansprechpartner des Schulsanitätsdienstes innerhalb der Schule und als Brücke zur Schulleitung wird für den Schulsanitätsdienst ein Betreuungslehrer der Schule benannt. Gemeinsam mit ihm können dann die ersten Schritte für den Aufbau eines Schulsanitätsdienstes geplant werden. Bewährt haben sich offene Info-Veranstaltungen,bei denen die Malteser die Eckpunkte einer Mitarbeit im Schulsanitätsdienst darstellen.Im Vorfeld sollten Rahmenbedingungen geklärt werden. Neben der vorgeschriebenen Mindestausstattung für die Erste Hilfe ist für den Schulsanitätsdienst i. d. R. zusätzliches Material, beispielsweise ein Notfallrucksack, sinnvoll und notwendig. Gerne beraten wir Sie bezüglich der anfallenden Kosten für Material und Ausbildung und unterstützen Sie bei der Materialbeschaffung. Oftmals finden sich zudem vor Ort Sponsoren oder Fördervereine, die bei der Finanzierung behilflich sind.

Konkret stehen die Malteser der Schule in jeder Phase des Aufbaus und des Betriebs eng zur Seite:

  • Mit der Schulleitung wird der Rahmen geklärt, in dem der Schulsanitätsdienst tätig wird. Dazu gehören auch Fragen zu Sanitätsraum, Ausstattung, Betreuungslehrer, Alarmierungsweg, Vorgehen im Notfall, Dienstzeiten usw.
  • Die Malteser stellen die Ausbildung in Erster Hilfe und im Umgang mit hilfsbedürftigen Menschen sicher. Grundlage ist ein mehrstufiges Schulungskonzept in einem Umfang von 42 Unterrichtseinheiten, welches speziell auf die Anforderungen eines Schulsanitätsdienstes hin entwickelt wurde.
  • Auch nach der Grundqualifikation beraten die Malteser den Schulsanitätsdienst kontinuierlich und bilden die Schüler regelmäßig fort.
  • Die Schüler werden befähigt, weitgehend selbst die Organisation ihrer Arbeitsgemeinschaft übernehmen zu können. Sie wählen eine Leitung und tragen Verantwortung für die ihnen zur Verfügung gestellten Räume und Materialien. Dies ist ein wesentliches Element der Gesamtkonzeption, da die Übernahme von Verantwortung für das eigene Tun eines der wichtigsten Lernziele im Rahmen der Schulsanitätsdienst- Arbeit darstellt. 
  • In regelmäßigen Abständen wird die Arbeit des Schulsanitätsdienstes von Schulsanitätern, Verantwortlichen der Schule und Maltesern gemeinsam reflektiert.
  • Die Schüler haben darüber hinaus die Möglichkeit, auch außerhalb der Schule Angebote und Fortbildungen der Malteser wahrzunehmen. Letztlich soll über das Engagement im Schulsanitätsdienst die Tür zu weiteren ehrenamtlichen Tätigkeitsfeldern geöffnet werden.

Hilfen für Helfer

In der Regel handelt es sich bei den durch Schulsanitäter betreuten Notfällen um "Routinesituationen", die in jeder Hinsicht gut zu bewältigen sind. Dennoch ist nicht ausgeschlossen, dass es auch im Schulsanitätsdienst Ereignisse gibt, die den Rahmen der "Normalität" in der Notfallversorgung sprengen. Im Bereich der professionellen Einsatzdienste spricht man in diesen Fällen von "besonders belastenden Einsatzereignissen". Die Malteser lassen Schulsanitäter natürlich auch in diesen Situationen nicht allein: Bundesweit stehen speziell geschulte Einsatzkräftenachsorge-Teams zur Verfügung, die im Ernstfall die betroffenen Helfer bei der Verarbeitung solcher Ereignisse wirksam nach den Vorgaben der International Critical Incident Stress Foundation (ICISF) begleiten und unterstützen können. Um den besonderen Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen im Rahmen des Schulsanitätsdienstes gerecht zu werden, können die Malteser in diesen Fällen auf ihre Zusammenarbeit mit dem Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. zurückgreifen, um eine bestmögliche Versorgung zu gewährleisten. Die Unterstützung kann rund um die Uhr unter der Alarmierungshotline (0221) 98 22-828 angefordert werden.

Weitere Informationen

Unsere Ansprechpartner

Sophie Sedlmeier
Diözesanreferentin Jugend
Tel. (089) 43608142
Fax (089) 43680209
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Kira Schuth
Ansprechpartnerin München Stadt
Tel. (089) 43608-520
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